Offizialdelikt: Staatsanwaltschaft ermittelt

Medienmitteilung

Regionalpartei verzichtet auf Strafanzeige – Manoranjithan wird als Privatperson aktiv

Die rassistischen Angriffe auf Nirosh Manoranjithan werden als Offizialdelikt behandelt. Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln bereits. Die Partei verzichtet deshalb auf eine Strafanzeige. Sie verzichtet aus Gründen der Verhältnismässigkeit insbesondere auch auf eine Anzeige wegen Diebstahls. Der Wangser Gemeinderat Nirosh Manoranjithan wird als Direktbetroffener aber Strafanzeige einreichen. Anderen Kandidierenden steht diese Möglichkeit ebenfalls offen.

Die Parteileitung der FDP Sarganserland und die Jungfreisinnigen Sarganserland haben gemeinsam mit den Kantonsratskandidierenden und Vertretenden der Kantonalpartei den Sachverhalt betreffend Fasnachtswagen von Walter Brandstetter besprochen und halten fest: Die rassistische Darstellung auf dem Fasnachtswagen «Brandstetter» mit der expliziten Nennung von Kantonsratskandidat Nirosh Manoranjithan wird scharf verurteilt. Die Vorgänge werden von den Behörden als Offizialdelikt untersucht. FDP und Jungfreisinnigen begrüssen die polizeilichen Ermittlungen, die ohne explizite Strafanzeige eingeleitet worden sind. Auch die Tatbestände Beschimpfung und die unrechtmässige Verwendung der Blachen/Plakaten sind aus Sicht der FDP und der Jungfreisinnigen Sarganserland erfüllt.

Manoranjithan reicht Strafanzeige ein

Gemeinderat und Kantonsratskandidat Nirosh Manoranjithan aus Wangs wird als Direktbetroffener persönlich eine Strafanzeige wegen Beschimpfung einreichen. Da zudem auch andere Kandidierende der FDP sowie der Jungfreisinnigen in beleidigender Form betroffen sind, können auch sie innerhalb von drei Monaten wegen Beschimpfung Strafanzeige einreichen. Die FDP und Jungfreisinnigen Sarganserland  stehen den Kandidierenden in ihren individuellen Vorhaben bei Bedarf beratend zur Seite.

Diebstahl wird nicht angezeigt

Die verwendeten Blachen und Plakaten wurden unrechtmässig entwendet. Aufgrund des geringen Wertes verzichtet die Partei aber auf eine unverhältnismässige Anzeige. Dies auch vor dem Hintergrund, dass sie die Justiz nicht weiter belasten möchte. Die Partei bedauert, dass die Diskussionen um den Fasnachtswagen «Brandstetter» die vielen anderen, qualitativ hochwertigen Fasnachtssujets verdrängt haben. Die FDP und die Jungfreisinnigen möchten der Fasnachtsgesellschaft Wangs einmal mehr für die professionelle Reaktion vor und nach dem fraglichen Umzug danken. Beide Parteien sind überzeugt, dass die Sarganserländerinnen und Sarganserländer die Aktion von Walter Brandstetter richtig einordnen können.