Rund 40 interessierte Personen fanden sich am Dienstagabend im Kantonsspital Graubünden (KSGR) in Walenstadt ein, um am öffentlichen FDP Themenabend Gesundheit teilzunehmen.
Zunächst erläuterte Ortsparteipräsident Wolf Kohrt die gesundheitspolitischen Lösungsansätze der FDP für ein qualitativ hochstehendes und gleichzeitig finanzierbares Gesundheitswesen. Anschliessend referierte Hugo Keune, Vorsitzender der Geschäftsleitung des KSGR, über die Herausforderungen der Spitäler, die Entwicklung der körperlichen Gesundheit und die damit verbundenen Kosten. Als gelungenes Beispiel für eine moderne Lösung nannte Keune die erfolgreiche Integration des Spitals Walenstadt im KSGR. So würden heute auch Patientinnen und Patienten aus Chur in Walenstadt behandelt. In seinem Fazit hielt Keune fest, dass sich zwar viele Bürgerinnen und Bürger über steigende Krankenkassenprämien beklagten, gleichzeitig aber immer umfassendere und qualitativ hochwertigere Leistungen erwarteten.
Anschliessend widmete sich Gordana Heuberger, Direktorin der Psychiatrie St. Gallen in Pfäfers, der mentalen Gesundheit. Sie stellte die Organisationsstruktur der Psychiatrie im Kanton vor und zeigte die Herausforderungen aufgrund des starken Anstiegs der Patientenzahlen auf. Diesem habe unter anderem durch eine deutliche Verkürzung der stationären Aufenthaltsdauer begegnet werden können. Gleichzeitig bliebe die Gewinnung und Bindung von qualifiziertem Pflegepersonal eine zentrale Herausforderung. Trotz aller Veränderungen sei eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Fachpersonen und Patientinnen und Patienten weiterhin der entscheidende Erfolgsfaktor in der Psychiatrie.
Bei der rege genutzten Fragerunde und dem anschliessenden Apéro hatte das Publikum Gelegenheit, direkt mit den Referierenden ins Gespräch zu kommen und die Themen zu vertiefen. Die FDP blickt auf einen gelungenen und informativen Anlass zurück und bedankt sich herzlich bei den Referierenden, den Gastgebern sowie allen Teilnehmenden für ihr Interesse und den engagierten Austausch.